Warnung: Kommunizieren gefährdet!

14 11 2011

warnun_key_visual.jpg  «Das Internet ist wie ein riesiger Kühlschrank, mit Junk-Food gefüllt» - so zitiert das Museum für Kommunikation den Psychiater Norman Doidge in der aktuellen Wechselausstellung «Warnung: Kommunikation gefährdet.». Wie denkt das Publikum darüber? Mit ihren Antworten zu einer Online-Befragung liefern die Besucher gleich selber Einsichten, wie sie mit den verschiedenen Kommunikationsmedien umgehen und wie sie diese bezüglich Spass, Nützlichkeit und Belastung beurteilen. Die bisherigen (nicht repräsentativen) Resultate überraschen: Spass machen am ehesten die Presseprodukte, gefolgt vom Internet und den Sozialen Netzwerken. Nervig sind vor allem E-Mails, das Mobiltelefon und Soziale Netzwerke, man hat das Gefühl, zu viel Zeit damit zu verbringen. Nützlich sind alle Medien, am wenigsten die Sozialen Netzwerke. Die klare Meinung zu Social Media des Designers Tyler Brûlé wird mit der folgenden Aussage zitiert «Es gibt eine Form von Social Media, die wirklich funktioniert, beruflich und privat. Man nennt sie ein Glas Wein zusammen trinken». Anhand des ermittelten Persönlichen Kommunikationsindex PKI erhalten die Besucher an verschiedenen interaktiven Stationen vertiefte Einsichten zu ihrem Kommunikationsverhalten und dazu auch gleich individuelle Tipps zum Umgang mit Informationsüberfluss und unangenehmen «Medien-Tätern». Die spannende Ausstellung dauert noch bis Mitte Juli 2012. 



Partizipation und Kunst

31 10 2011

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Funktioniert Partizipation zwischen moderner Kunst und Ausstellungsbesuchern? Die renommierte Biennale «ILLUMInazioni» hat einen Versuch gewagt und das Publikum zum kreativen Mitmachen eingeladen. Die Spannung am Anfang des Experimentes war gross, denn noch nie waren die Biennale-Besucher in die Erstellung von Kunstobjekten einbezogen worden. Würden sie kreativ mitarbeiten? Mitten in einem Ausstellungsraum wurde ein dreifarbiger Plastilin-Block aufgestellt. Ein Hinweis lud zur freien Anwendung ein. Die Antwort liess nicht lange auf sich warten, schon nach wenigen Tagen war die Knetmasse aufgebraucht und der ganze Raum mit kleinen Objekten, Schriften und Darstellungen übersät. Zum Ausstellungsprojekt gibt es nur wenige Informationen: Die Farben der Knetmasse schwarz, weiss und rot finden sich in vielen Flaggen der arabischen Welt. Der Titel des Projektes heisst # Jan 25 (# Sidibouzid, # Feb 12, # Feb 14, # Feb 17…), die Bezeichnungen entsprechen den meistverwendeten Twitter-Hashtags während den aktuellen Revolutionen. Der Künstler oder die Künstlergruppe gab sich den Namen «Norma Jean».