Partizipation und Kunst

31 10 2011

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Funktioniert Partizipation zwischen moderner Kunst und Ausstellungsbesuchern? Die renommierte Biennale «ILLUMInazioni» hat einen Versuch gewagt und das Publikum zum kreativen Mitmachen eingeladen. Die Spannung am Anfang des Experimentes war gross, denn noch nie waren die Biennale-Besucher in die Erstellung von Kunstobjekten einbezogen worden. Würden sie kreativ mitarbeiten? Mitten in einem Ausstellungsraum wurde ein dreifarbiger Plastilin-Block aufgestellt. Ein Hinweis lud zur freien Anwendung ein. Die Antwort liess nicht lange auf sich warten, schon nach wenigen Tagen war die Knetmasse aufgebraucht und der ganze Raum mit kleinen Objekten, Schriften und Darstellungen übersät. Zum Ausstellungsprojekt gibt es nur wenige Informationen: Die Farben der Knetmasse schwarz, weiss und rot finden sich in vielen Flaggen der arabischen Welt. Der Titel des Projektes heisst # Jan 25 (# Sidibouzid, # Feb 12, # Feb 14, # Feb 17…), die Bezeichnungen entsprechen den meistverwendeten Twitter-Hashtags während den aktuellen Revolutionen. Der Künstler oder die Künstlergruppe gab sich den Namen «Norma Jean».



Marken machen Geschichte

1 10 2011

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«Marken haben die Kraft, die Welt zu verändern» sagte Markus Rotzler von Interbrand anlässlich seines Vortrages bei der ERFA-Gruppe Werbung & PR des Efficiency Club. Heute ist die Welt eine Bühne von globalen Imitationen. So zeigen Verpackungen von Reinigungsmitteln und Ketchup weltweit fast die gleichen Formen und Farben. Menschen suchen aber nach Identifikation. Da helfen Markenerlebnisse bei der Orientierung. Markenerlebnisse sind immer Ausdruck der Markenidee. Gemäss Interbrand definieren drei Punkte einen guten Markenauftritt: Der erste Hauptpunkt ist die Brand Story. Sie definiert den Rahmen. Geschichten prägen sich besser ein als Regeln. Wichtig ist die Integration und Differenzierung. Konventionen sich umsichtig und reflektiert zu brechen. Zweitens muss die Aussenwelt miteinbezogen werden. Kraft entwickeln alle Marken, die die Selbstverwirklichung der handelnden Person miteinbeziehen. Aber die Mikro-Freiheit muss erhalten bleiben: «Es ist wie in der Disco, jeder tanzt wie er will, aber alle zum gleichen Rhythmus» führte Markus Rotzler aus. Der dritte Hauptpunkt ist die sogenannte robuste Visualität. Der Markenauftritt muss einfach, prägnant und leicht umsetzbar sein. Ja, Marken machen Geschichte. Geschichte macht aber auch Marken.