Social Media - und jetzt?
31 03 2011
An der heutigen Online Marketing Messe in Zürich war Social Media ein grosses Thema, es gab dazu mehrere Vorträge. Im Fokus standen Tools und Strategie des Social Media Marketing. Die Aufmerksamkeit der Marketer für Social Media ist nicht verwunderlich, die hohen User-Zahlen des wichtigsten Social Media Kanals Facebook sind beeindruckend. Gemäss der Mobile-Studie von NET-Metrix steigt die Zahl der Visits von mobilen Geräten aus auf Blogs, Foren und Communities seit Jahresbeginn stark an. Social Media ist aber nur eine von vielen Anwendungsmöglichkeiten im digitalen Marketing. Schön illustriert wurde diese Tatsache anhand der Darstellung des digitalen Marketing Baums, der ja wiederum selber nur ein Teil des gesamten Kommunikations-Mix einer Firma darstellt. Jeder Dozent betonte die Notwendigkeit einer klar definierten Social Media Strategie. Noch steht aber das schnelle Mitmachen bei Firmen vor strategischen Basisüberlegungen. Gemäss der neuen Social Media Studie hat nur ein Fünftel aller Firmen bereits eine Social Media Strategie formuliert. Es sei auch nicht gerade einfach, Chefs den Nutzen eines Social Media Einsatzes zu erklären und damit Budgets zu erhalten, erzählten Product Manager. Zu definieren sind Ziele, Messpunkte und Kennzahlen und die sind oft noch nicht so klar. Einige Referenten präsentierten den Ablauf eines Social Media Konzeptes. Knackpunkt ist die eigentliche Social Media Idee, die langfristig, überzeugend und dialogfördernd Firmen und Konsumenten unter einem Dach vereinigen soll. Hier ist professionelle Kreativität gefordert. Bei Zögerern stehen Überlegungen zu Kontrollverlust bei den Botschaften im Vordergrund und die Angst vor hohen finanziellen Aufwänden. Social Media kann aber auch in kleinen Schritten gestartet werden. Ralph Hutter riet, als erstes die zur Verfügung stehenden Gratistools wie Wikipedia, Picasa, Flickr, Slideshare etc. mit den in Unternehmen bestehenden Unterlagen zu bestücken. Bei der Auswahl der Tools gilt: lieber weniger als mehr auswählen und dafür regelmässig betreuen. Mit Blogs wird Meinungsführerschaft demonstriert, mit Facebook wird informiert, ein Thema emotional behandelt und neue Diskussionen angestossen, Twitter hilft, die Reichweite in der Community zu erhöhen. Für alle gilt: ausprobieren, optimieren und nochmals optimieren.
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