Viral Marketing - Reset!

26 08 2007

Unterhaltend!
Wer Viral Marketing sagt, denkt heute wohl am ehesten an witzige Video-Clips. Von diesen gibt es Tausende im Netz. Nachhaltig wirksam für Unternehmen und Produkte sind nur jene, die eine Marke bekannt machen, Markeninhalte übermitteln und Trendsetter erreichen. Zum Beispiel der Clip von K-fee . Unterhaltend auch Games wie der ORF Ski-Challenge ‘07. Oder eine tägliche interaktive Web-TV Online/Handy-Soap.

Unterhaltend?

“In Einzelfällen können Clips zwar eine virale Wirkung entfalten, wie zum Beispiel er legendäre Tauben-Spot für den Ford KA. Doch ob virale Clips nachhaltig die Empfehlungsbereitschaft steigern, ist äusserst fragwürdig.”

sagte Thomas Zorbach kürzlich in einem persönlich-Interview. Die Marke viral und positiv erleben lassen, ist auch mit anderen Themen aus dem Marketing-Mix möglich: zum Beispiel mit einem neuen Produktedesign, Angebots-Teaser, wie zu Kinofilmen, Firmen-News oder einem Informations-Service rund um Stellenbewerbung und Karriere. Empfehlungsanreize wie Gutscheine und Geschenke erhöhen zusätzlich die Chance der Verbreitung.

Integriert!
Den engsten Bezug zum Absender des Viral Marketing schafft ein in die Website eingebetteter Firmenblog oder Produkteblog. Der Surfer befindet sich bereits auf der Website. Die Kommentarfunktion erfasst Meinungen, Besuchs-Statistiken sind realtime ablesbar. Der hohe Vernetzungscharakter in der Blog-Community kann den Hebeleffekt der viralen Verbreitung fördern. Gleichzeitiges Monitoring anderer Blogs überwacht die Ansteckungsqualität. Falls das Budget noch reicht, erhöhen weitere On- und Offline-Massnahmen die Infektionsgeschwindigkeit.



Werbe-Kontakte wirksam nutzen

16 08 2007

Mit der effizienten Nutzung des Werbekontakts beschäftigt sich Prof. Dr. W. Kroeber-Riel im Buch Strategie und Technik der Werbung. Seine Erkenntnisse sind heute noch aktuell, auch wenn sie seit jeher umstritten sind. Er untersuchte die Techniken der Kontaktförderung, die Erleichterung der Wahrnehmung und den Abbau von Wahrnehmungsbarrieren.

2 Sekunden Zeit

Die Messresultate seiner Studien sind beeindruckend: 80 Prozent aller Leserinnen und Leser betrachten eine Anzeige während höchstens 2-3 Sekunden. Die Betrachtungszeit ist je nach Branche unterschiedlich: Pharmaanzeigen werden während 3 Sekunden beachtet, Computer- und Autoanzeigen während 1,9 Sekunden, Nahrungsmittelinserate während 1,6-1,8 Sekunden, Zigaretten-Inserate während 1,3 Sekunden. Und so viel kann ein Leser aufnehmen: 4-6 Wörter in 1 Sekunde, 1 Seite Text in der deutschen Zeitschrift STERN in 3-4 Minuten, 6 Bilder in 10-20 Sekunden. Personen, die an einer Werbebotschaft interessiert sind oder eine Anzeige sympathisch finden, schauen länger hin.

Unterhaltung vor Rätseln

Das Medien-Umfeld, die Anzeigengrösse und die aktivierende Gestaltung fördern die Aufnahme von Botschaften. Farben fördern die Erinnerung. Emotionale und überraschende Auftritt erhöhen den empfohlenen Unterhaltungswert der Werbung. Wichtig sind dabei die schnelle Orientierung durch Bilder und ein gut strukturierter Text. Ganz schlecht schneiden Rätselanzeigen ab: So wird wohl die Headline “Hat der Vorstand noch genügend Profil?” kaum zum Weiterlesen einer Pneu-Anzeige animieren.

Wenig Zeit - was nun?

Die Konsumentinnen und Konsumenten verteilen ihre Aufmerksamkeit heute auf immer mehr Medien. Sie informieren sich zunehmend gezielt selber im Internet. Wir beobachten die Entwicklungen laufend. Und beraten Sie gerne.