Apple und Microsoft: PULL und PUSH Marketingstrategien

11 03 2007

Einen neuen Gradmesser für den Erfolg von Kommunikationsmassnahmen und Marketingstrategien stellt der Artikel “Apple und Microsoft: PULL und PUSH bei der Markteinführung” vor. Hier werden die Markteinführungen von Apple für den iPod und von Microsoft für das Betriebssystem Windows Vista verglichen. Und zwar anhand der Anzahl Suchanfragen im Internet. Als Steve Jobs am 9. Januar den iPhone an der MacWorld Messe ankündigte, stieg die Zahl der Suchanfragen zu iPhone explosionsartig an und erreichte Rang 55 der US Such-Hitliste. Und als Engadget die Rede von Steve Jobs live in seinen Blog stellte, stieg die Zahl seiner Suchanfragen gegenüber dem Vortag um 127% an. Apple braucht also iPhone nur an einer Konferenz vorzustellen, die restliche Marktbearbeitung übernmmt die Fangemeinde. Die Apple-Käufer sind die besten Promotoren, Apple setzt daher auf Kult-Marketing und virale Verteilung der Informationen über Blogs, SMS und MySpace: eine reine PULL-Strategie. Ganz anders bei Microsoft. Windows Vista wurde am 30. Januar mit einer riesigen PUSH-Kampagne lanciert und erzielte Rang 322 aller US-Suchanfragen auf dem Internet, 63% mehr Aufrufe als in der Vorwoche. Kommuniziert wurde das “Wow-Feeling“, doch Konsumenten überlegen heute nüchtern, ob sie mit dem Kauf der Software zuwarten sollen, denn bei neuen PCs ist Windows Vista bereits vorinstalliert. Ob PULL oder PUSH, entscheidend für den Markterfolg eines Unternehmens ist die genaue Kenntnis und die Präferenzen der Zielgruppe.